Die gefährdete Flussseeschwalbe, ein typischer Bewohner von Wildflusslandschaften hat im Sophienried im Gundelfinger Moos ein neues Zuhause bekommen.

Die Vögel nisten in der Naturlandschaft auf Kiesinseln im Fluß, wo sie vor Bodenfeinden geschützt sind. In Ermangelung derartiger Standorte bei uns sind sie auf künstliche Nisthilfen wie Brutflöße mit Kiesschüttungen angewiesen.

Die ARGE Donaumoos hat in den letzten Jahren mehrere derartiger Flöße in verschiedenen Kiesseen ausgebracht, doch hatten diese Holzkonstruktionen viele Nachteile und nur eine begrenzte Lebensdauer.

Die in Gundelfingen ansässige Firma Fetzer GmbH & Co KG hat erneut ein Herz für die Natur bewiesen und ein großes Brutfloß aus einer Metallkonstruktion dankenswerterweise auf eigene Kosten gefertigt. Dieses wurde nun dieser Tage unter den fachkundigen Augen von Ornithologen und der tatkrätigen Unterstützung der Firmenchefs und ihren Mitarbeitern zu Wasser gelassen und neben das bisherige, altersschwache Holzbrutfloß im Landkreissee am Beobachtungsturm im Sophienried zu Wasser gelassen.

Bereits nach wenigen Minuten inspizierte eine der eleganten Flussseeschwalben das Floß. Mit dem Beginn des Nestbaus ist in den nächsten Tagen zu rechnen. Wenn das Floß angenommen wird, müssen weitere an anderen Seen ausgebracht werden.

Leipheim, den 14. Mai 2019

gez. Dr. Ulrich Mäck
Geschäftsführer

Copyright der beigefügten Fotos: Dr. U. Mäck, ARGE Donaumoos